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Überbauung Ettenfeld

Am Rande eines Industrieparks und am abrupten Übergang von grossmassstäblichen Industriebauten zur kleinteiligen Wohnzone entsteht eine Siedlung mit 160 Wohneinheiten. Die neue Überbauung thematisiert den Massstabsprung und übernimmt eine Vermittlerfunktion in der heterogenen Bebauungsstruktur. Das Raumprogramm wird auf vier Einzelkörper verteilt, deren Höhe sich an den Industriebauten orientiert und deren Punktform die kleinteilige Körnung der Wohnhäuser aufnimmt. Mittels Gliederung und versetzter Anordnung der unterschiedlich hohen Gebäudevolumen wird eine Verzahnung mit der Umgebung erreicht, die sich in der Aussenraumgestaltung fortsetzt: mit kollektiven, dem Strassenraum angegliederten Plätzen, öffnet sich die Siedlung zur gebauten Nachbarschaft und bezieht sie mit ein. Die Gebäude, kostengünstig in der Bauweise, genügen den Anforderungen an den Minergie-P-Standard. Die Wohnungen sind in Sechsspännern mit einem zentralen Erschliessungskern organisiert, der eine kompakte und kostenoptimierte Erschliessung ermöglicht. In den preisgünstigen Wohnungen profitieren die Bewohner von ganzjährig nutzbaren Wintergärten. In die Gebäudeecke integriert, wird der geschützte Aussenraum Teil des Wohn- und Essbereiches für jede Wohneinheit. Das äussere Erscheinungsbild der Gebäude wird geprägt von der geschossweisen Verschiebung der Fensterformate. Im Zusammenspiel mit vertikal verlaufenden Putzbändern wird diese Versetzung zum übergreifenden Fassadenthema.

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