009_dyn

Metallwerkstatt Dynamo

Am nördlichen Ufer der Limmat erforderten umfangreiche Tiefbauarbeiten einen Ersatzneubau für die offene Metallwerkstatt des Jugendkulturhauses Dynamo. Dies eröffnete die Chance zur Neugestaltung des mit improvisierten Bauten besetzten Platzes. Als Reaktion auf viele einschränkende Rahmenbedingungen wird die überbaute Fläche auf ein Minimum reduziert und mit einem umlaufenden, weit auskragenden Dach ein grosser und geschützter Arbeits- und Aktionsbereich geschaffen. Den beiden denkmalgeschützten Gebäuden des Jugendkulturhauses vorgelagert, behauptet sich der pilzförmige Pavillon als eigenständiges Objekt und tritt an der Limmatpromenade selbstbewusst in Erscheinung. Konstruktion und Materialisierung des Gebäudes greifen den Werkstoff Metall und dessen Verarbeitung thematisch auf: Ein feuerverzinkter Stahlprofilrost überzieht die Skelettstruktur an Fassade, Dachuntersicht und Dachrand. Die robuste Aussenhaut gleicht einem Schutzpanzer und verleiht der Konstruktion Homogenität und  Körperhaftigkeit. Die Befestigung der Aussenhaut basiert auf dem Punktraster der Profilrostmatten und folgt, ebenso wie die Applikation der Beschriftung, der Logik des Materials. Struktur und Lochung erzeugen je nach Blickwinkel und Lichteinfall Transparenz oder Geschlossenheit. Damit unterstreichen sie die Wandelbarkeit des Gebäudes, das bei offenen Toren zum lebendigen Mittelpunkt des Ortes wird – weit über den Dachrand hinaus.

Text
Presse