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Naturmuseum

Nahe dem botanischen Garten und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche St. Maria, dem denkmalgeschützten Wahrzeichen des Quartiers Neudorf, lobte die Stiftung St. Galler Museen einen Wettbewerb zum Neubau eines Naturmuseums aus. Mit einem Solitär als Gegenpol zur Kirche reagiert der Entwurf auf die städtebauliche Relevanz im gegebenen Kontext. Das fünfeckige Volumen entwickelt sich aus der Parzellengeometrie heraus und reagiert mittels Einschnitten und Öffnungen auf die umliegende Bebauung. Die flächendeckende Perforation der Fassade artikuliert die skulpturale Erscheinung des Neubaus. Zwischen den dominierenden Volumen des Naturmuseums und der Kirche spannt sich ein Aussenraum auf, der in seiner Gestaltung und Belegung beide Einrichtungen mit der Umgebung verbindet. Drei ineinanderfliessende Themengärten prägen den Aussenraum und bringen unterschiedliche Raumqualitäten hervor. Ein netzartiges Wegesystem erstreckt sich über die verschiedenen Aussenräume und verbindet das Museum mit der Kirche und dem botanischen Garten. Das Flanieren durch unterschiedliche Erlebniswelten wird im Inneren des Gebäudes weitergeführt. Die Besucherführung folgt der Typologie der „Promenade d'Architecture“. Entlang einer der Fassade folgenden, nach oben strebenden Reihe von Raumsequenzen wird das Publikum durch das Museum geführt.

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