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Neubau Alterswohnungen Sagi-Areal

Das Ortsbild in der Kernzone von Regensdorf ist geprägt von einem historischen Ensemble, bestehend aus einer alten Kapelle, einem Speicher aus dem 17. Jh. und einer alten Mühle. Inmitten dieser geschützten Bausubstanz von regionaler Bedeutung ersetzt der Neubau an prominenter Lage eine alte Sägerei. Im Bewusstsein der sensiblen Lage wurde der Neubau aus einer präzisen Analyse des Ortes heraus entwickelt und zur gebauten Umgebung in Beziehung gesetzt. Entgegen der maximal möglichen Bebauung reagiert die leicht verkleinerte Volumetrie auf die jeweilige städtebauliche Situation und schafft Sichtbezüge zu den umliegenden Denkmälern. Die charakteristische Dachform wird als flachgeneigtes asymmetrisches Satteldach gestaltet und kann damit das maximale Dachvolumen auf ein quartierverträgliches Mass reduzieren. Es entsteht eine allseitig modellierte Kubatur, die sich in die bestehende Bebauungsstruktur einfügt und eine identitätsstiftende Rolle zum vorgelagerten Platz einnimmt. Ein einladender Eingangsbereich führt zum grosszügigen Treppenhaus. Von oben belichtet, bildet es den Mittelpunkt des Gebäudes und dient als Treffpunkt und Begegnungszone. Pro Geschoss sind jeweils fünf, respektive vier 2,5-3,5-Zimmer-Wohnungen angeordnet. Mit Gewerbeflächen und einem Festsaal für 120 Personen öffnet sich das Erdgeschoss nordseitig zum Platz und der Öffentlichkeit. In Analogie zur alten Sägerei erhält der Neubau eine Aussenhülle aus Holz. Das Thema des „Holz-Schichtens“ wird in der Fassade zeitgemäss interpretiert und ein Bezug zu den historischen Gebäuden hergestellt. Unterstützt wird der beabsichtigte Ausdruck durch die zurückhaltend flächige Wirkung des mit grossformatigen Faserzementplatten eingedeckten Dachs.

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